Über das Projekt

Tagtäglich müssen unzählige Menschen ihr Herkunftsland verlassen. Die Gründe dafür sind vielfältig – so wie auch die Geflüchteten selbst. Fluchtgründe, welche nur selten thematisiert werden, sind sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität. LSBTTIQ*-Geflüchtete und ihre Bedürfnisse werden in den entsprechenden Handlungsfeldern Sozialer Arbeit oftmals nicht wahrgenommen.

Aus diesem Grund hat sich die Projektgruppe „Homosexualität und Transidentität als Fluchtgrund“ unter der Anleitung von Prof. Dr. Gabriele Fischer und mit Unterstützung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld über zwei Semester hinweg intensiv mit der Situation von queeren Geflüchteten auseinandergesetzt. Es entstanden Bildungsmaterialien in Form eines Erklärfilms und einer Bildungsmappe für Sozialarbeitende und anderen Fachkräften in entsprechenden Arbeitsbereichen. Beides soll zur Sensibilisierung und Information aller Mitarbeitenden dienen. Thematisierte Inhalte des entwickelten Bildungsbausteins sind unter anderem die Situation von queeren Menschen in den jeweiligen Herkunftsländern, die Möglichkeiten des Aktivismus für weniger Diskriminierung und mehr Anerkennung und Gleichberechtigung  unterschiedlicher Lebensformen sowie die Situation von queeren geflüchteten ebenso wie die Möglichkeiten ihrer Unterstützung.

Wir freuen uns sehr darüber, dass Sie Interesse an dem von uns erarbeiteten Material haben und hoffen, dass auch Sie dieses als Multiplikator*in nutzen können und so auf eine weitreichende Aufklärung über die Situation von queeren Geflüchteten hinwirken und zu einer Sensibilisierung für deren Bedarfe im Handlungsfeld beitragen. Nur gemeinsam können wir LSBTTIQ*-Geflüchteten das Ankommen in Deutschland erleichtern und die notwendige Verbesserung der Gesamtsituation erreichen.

Das Projektteam der Hochschule Esslingen

Gabriele Fischer, Hans Holzer, Sabrina Juriatti, Nina Klee, Joel Lambert, Nadine Ober, Myriel Richter, Marina Romanchuk, Gesine Thiessen

 

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